Viewfinder — A Media Magazine
Ein tierischer Puschelkrimi
(BeG) Herr Pinkas hat nur noch eins im Kopf: Er möchte ein besonders erfolgreicher Detektiv werden. Das Zeug dazu hat er tatsächlich. Er ist findig, er beobachtet scharf, er entdeckt Zusammenhänge. Wenn es haarig wird, kann er außerdem diese beeindruckende amtliche Wichtigstimme aufsetzen. In solchen Momenten zittert sein buschiger Schwanz vor Erregung. Wie meinen? Buschiger Schwanz?
Nun ja, Herr Pinkas ist ein Eichhörnchen. Allerdings ein ausgesprochen gewitztes Eichhörnchen. Gerade hat er sich selbst zum Walddetektiv befördert und will Kaninchen, Mäusen und Fröschen helfen, wenn sie in Bedrängnis geraten.
Die Hamburger Autorin Angelika Scharf hat ihn zum Titelhelden der spannenden und humorvollen Kindergeschichte Der Walddetektiv gemacht. Ein Team vom Schifferstadter Medienhaus Galteor Kommunikation produzierte diesen Walddetektiv als Softwarebuch für Apples TrendyHandy, das iPhone. Hier kann man sich auf Hörbuch-Art gemütlich vorlesen lassen, wie Sherlock Pinkas das lila Geheimnis löst; auf dem Display kann man zeitgleich aber auch selbst mitlesen. Umgeblättert wird per Fingertipp.
Illustrationen von Merrit Scziececk stimmen auf die einzelnen Kapitel ein. Und wer aufmerksam lauscht, braucht im anschließenden Quiz nur zehn nicht allzu knifflige Fragen richtig zu beantworten und wird vielleicht sogar Ehren-Pinkas. Der Walddetektiv ist bei iTunes erhältlich.
„Angelikas tierischer Puschelkrimi hat mich sofort bezaubert“, Harald Helmut Weiss, App-Herausgeber bei Galteor Kommunikation und Chefredakteur von Viewfinder – A Media Magazine, ist begeistert. „Ich sehe das als Pilotepisode. Das Ganze hat Serienpower.“
Waldemar Heisstuhl nahm für den Viewfinder die Fährte von Herrn Pinkas auf und verfolgte den Weg des putzigen Schnüfflers, von der Erzählung bis zum iPhone-Programm. Geduldig befragte er Augenzeugen. Jetzt legt er ein umfangreiches Dossier vor.
Blick zurück nach vorn (BeG) Mag alles hecheln und hetzen – die Viewfinder-Redaktion gönnt sich den Luxus der Langsamkeit. Wir lassen uns ausgiebig Zeit, wenn wir uns einem Thema widmen. Wir nähern uns vorsichtig, Schritt um Schritt. So wie unser Redakteur Harald Helmut Weiss zurzeit bei der Vorbereitung für ein Skript über die sogenannten Straßenfeger, Fernsehkrimis in Fortsetzungen, die ab 1959 auf bundesdeutschen Bildschirmen liefen – damals, als es nur ein einziges Programm gab. Und das in schlichtem flackerndem Schwarzweiß. Der Andere, Es ist soweit, Das Halstuch – demnächst Topthema bei Viewfinder – A Media Magazine. Passend erhielt das Viewfinder-Archiv kürzlich einen dicken Packen HÖR ZU aus den 1950ern und 1960ern. Genüsslich schmökern wir fast täglich in diesen vergilbten Heften. Für uns sind es glimmernde Schätzchen. Aus dem Heute betrachtet lesen sich die Kommentare und Kolumnen zuerst pur witzig. Aber sie offenbaren schnell eine belebende Klarsicht. Es sind Anekdoten einer vergangenen Zeit. Gleichzeitig zeigen sie deutlich, wie rasant sich die Medienszene entwickelt hat und wie furios sie sich sicher weiterentwickeln wird. Ein Blick zurück nach vorn.
Stattgegeben! (BeG) Eigentlich wollte Harald Helmut Weiss nur eine knappe Notiz zur zweiten Staffel der klassischen US-Fernsehserie Perry Mason schreiben. Denn die ist gerade bei Paramount Home Entertainment auf DVD erschienen. Kurz darauf aber war der Viewfinder-Autor verschwunden. „Gebannt saß ich vor meinem Player, hantierte konzentriert mit der Fernsteuerung“, berichtet er begeistert. Er gönnte sich den maximalen Mason-Marathon. Erst nachdem er alle dreißig Staffelfolgen gründlich studiert hatte, war er wieder ansprechbar. Dabei entstanden die Episoden bereits 1958 und 1959.„In meinen Fernsehkindertagen war ich eher Fan von Kommissar Maigret und John Klings Abenteuer“, erinnert sich der Kult-TV-Liebhaber. „Perry Mason war mir unbekannt. Was allerdings daran lag, dass die ARD diese Serie um den Staranwalt mit Freispruch-Garantie zuerst nicht zusammenhängend zeigte, sondern sehr unregelmäßig und in größeren Abständen.“ Erst Anfang der 1990er, mit dem unstillbaren Programmhunger der Kommerzsender, kamen dann auch die schwarzweißen Gerichtsdramen spätgezündet aber zuverlässig auf hiesige Bildschirme. Heute, mehr als fünfzig Jahre nach der Erstausstrahlung, urteilt Harald Helmut Weiss unbefangen über die Season Two der Serie mit Raymond Burr in der Titelrolle.
Nur im Viewfinder: Rudimente(hhw) Zum runden Geburtstag unseres Medienmagazins Viewfinder im Jahr 2009 hat sich der Frankfurter Cartoonist und Webdesigner Diether A. W. Hallmuss eine besondere Überraschung ausgedacht. Seither präsentiert er bei uns das erhellende Klugschwätz seines Comichelden Rudi. Hallmuss, der seine Bildergeschichten unter dem Alias Watz veröffentlicht, hat Rudi und seinen Imbisswagen mitten ins zähe Leben gestellt. Gern und häufig gesehener Gast ist Theo, der Bier- und Currywurstliebhaber im Jogging, meist schon jenseits der Resignation. Szenen aus dem prallen Hier und Jetzt — oft bleiben uns in dieser unüberschaubaren Welt voller Wahnsinn und Wunder eben nur Rudimente.
The Ocean Floor is Roaring![]() (BeG) Er dauergrinst. Mit verträumtem Blick schlendert er durch die Redaktionsräume. Rhythmisch schnippt er mit den Fingern und hiphoppt vor sich hin: „Oceans all over and what do we know? Not much at all. Come on … let’s go!“ Mika Robit, Comic Guru und energischer Sprechblasen-Entdecker ist selig. Denn die Viewfinder-Mannschaft hat einstimmig seinen Artikel Die Tiefsee tobt auserkoren, ins Englische übersetzt zu werden. Da sieht sich unser Comicfinder natürlich schon auf dem sicheren Weg in den Olymp der Neunten Kunst. Und obwohl immer wieder gemunkelt wird, in Mika Robits ausgelastetem Hirn hätte neben Knirsch! Bumm! Stöhn! nun wirklich keine weitere Sprache Platz, kann er sich gar nicht sattlesen an The Ocean Floor is Roaring. So nämlich haben Margot Sennett Freedman und Beate Ross seine profunde Erkundung der Unterwasserwelt des SpongeBob Schwammkopf genannt. Und … Flosse stramm! … unseren beiden Übersetzerinnen ist hier das Kunststück gelungen, das Außergewöhnliche und gleichzeitig Faszinierende an Mikas Review in eine Fremdsprache zu übertragen. SpongeBob Schwammkopf becomes SpongeBob SquarePants again and Viewfinder goes international. Wir sind stolz auf unsere feinfühligen und engagierten Viewfinder-Mitarbeiter. Da ist Margot Sennett Freedman, studierte Journalistin und Lyrikerin. Sie arbeitet an der KwaZulu-Natal-Universität in Pietermaritzburg (Südafrika). Da ist Beate Ross, geboren im deutschen Lahr, ausgewandert nach Kanada. Schon frühzeitig hat die freie Autorin erkannt, welche neuen Chancen das Internet bietet, Literatur zum Leser zu bringen. Und ... was wäre der Viewfinder ohne Mika Robit? Schlicht und einfach blasenlos.
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(BeG) Mag alles hecheln und hetzen – die Viewfinder-Redaktion gönnt sich den Luxus der Langsamkeit. Wir lassen uns ausgiebig Zeit, wenn wir uns einem Thema widmen. Wir nähern uns vorsichtig, Schritt um Schritt.
(BeG) Eigentlich wollte Harald Helmut Weiss nur eine knappe Notiz zur zweiten Staffel der klassischen US-Fernsehserie Perry Mason schreiben. Denn die ist gerade bei Paramount Home Entertainment auf DVD erschienen. Kurz darauf aber war der Viewfinder-Autor verschwunden. „Gebannt saß ich vor meinem Player, hantierte konzentriert mit der Fernsteuerung“, berichtet er begeistert. Er gönnte sich den maximalen Mason-Marathon. Erst nachdem er alle dreißig Staffelfolgen gründlich studiert hatte, war er wieder ansprechbar. Dabei entstanden die Episoden bereits 1958 und 1959.
